Digitale Transformation

Computers are incredibly fast, accurate and stupid. Human Beings are incredibly slow, inaccurate and brilliant. Together they are powerful beyond imagination. – Leo Cherne

In den letzten Jahren ist das Wort „Digitale Transformation“ eines der häufigsten Schlagworte in der IT geworden.

Für Unternehmen ist dies oft mit der Sorge verbunden, über Nacht „ge-Ubert“ zu werden – völlig fremde Unternehmen können einem heute quasi über Nacht das angestammte Geschäftsmodell streitig machen.

Nach einer Studie von Roland Berger „werden die Möglichkeiten digitaler Medien unsere Unternehmen dramatisch verändern – ihre Strategien, Prozesse, Strukturen, Produkte und auch ihre Kulturen. Menschen, Maschinen und Ressourcen kommunizieren künftig unmittelbar und in Echtzeit miteinander. Starre Wertschöpfungsketten werden zu dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken. Denn Wertschöpfung findet nicht länger sequenziell und zeitversetzt statt, sondern in einem Geflecht ständig kommunizierender und flexibel aufeinander reagierender Einheiten, die sich weitgehend selbst organisieren.“

Die digitale Transformation wirkt über diese 4 Hebel:

  • Digitale Daten: In der heutigen Zeit werden massenhaft digitale Daten erfasst, gespeichert und ausgewertet. Diese Daten lassen sich für Vorhersagen und Entscheidungen nutzen
  • Automatisierung: Durch technische Weiterentwicklung, u.a. auch im Bereich der künstlichen Intelligenz, entstehen zunehmend autonom arbeitende und selbstorganisierende Systeme mit geringerer Fehlerquote, höherer Geschwindigkeit und niedrigeren Betriebskosten
  • Vernetzung: Durch die Vernetzung der kompletten Lieferkette mittels Breitbandkommunikation werden Produktionszeiten und Innovationszyklen verkürzt
  • Digitaler Kundenzugang: Durch das (mobile) Internet erhalten immer neue Vermittler direkten Zugang vom Kunden und können darauf völlig neue Geschäftsmodelle und Services entwickeln

Roland Dürre hat die Digitale Transformation in seinem Artikel „Zukunft, Evolution, Transformation & Digital“ sehr schön so charakterisiert:

„Die digitale Transformation dürfte die Evolution und unsere Zukunft massiv beeinflussen. Vielleicht hilft sie, die notwendige Große Transformation zu schaffen, die die Menschheit dringend braucht.“

Doch findet die digitale Transformation bereits statt?

Prof. Dr. Georg Panagos hierzu:

 „Viele Unternehmen reagieren bereits darauf, manche sind langsamer und manche werden den Umbruch sicher auch nicht überstehen.“ Noch immer werde der Begriff „Digitale Transformation“ falsch verstanden oder einfach ignoriert. Die Transformation sei keineswegs damit vollzogen, seine Produkte für den E-Commerce bereitzustellen, was besonders am sogenannten Zeitungssterben sichtbar würde. Der Wandel müsse sich anhand der gesamten Wertschöpfungskette vollziehen und Strategie, Struktur und Prozesse der Unternehmen miteinschließen. „Uns steht der wohl am weitesten reichende Umbruch seit Jahrzehnten bevor.“

 

Zum Thema gibt es ja wirklich viele aufregende Fragen:

  • Wie gehen wir mit großen digitalen Datenmengen um?
  • Welchen Beitrag leisten automatisierte Prozesse im Sinne der Wertschöpfung?
  • Wie transformiert die aufkommende Machine2Machine-Kommunikation (M2M) auch das produzierende Gewerbe?
  • Wie wird diese Mensch-Maschine-Kommunikation aussehen?
  • Wie wirkt sich Maschine-Maschine-Vernetzung auf unsere Gesellschaft aus?
  • Welche Technologien bilden die Grundlage der digitalen Transformation?
  • Wie sehen Geschäftsmodelle der Zukunft aus?
  • Wie ändert sich der Alltag der Menschen durch die digitale Transformation?
  • Brauchen wir eine neue Ethik für den technologischen Fortschritt (siehe das selbststeuernde Kfz)?
  • Und welche Chancen und Möglichkeiten eröffnet sie Regionen wie dem Oberland?

 

Über diesen bevorstehenden Umbruch wollen wir uns 2 Tage lang intensiv im Rahmen des Barcamps austauschen!